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Europa im Unterricht

15.10.2021 eTwinning-Projekt Sprache: Der Schlüssel zur Integration

Nach vielen vorbereitenden Onlinetreffen und Telefongesprächen startet in diesem Schuljahr das eTwinning-Projekt mit unserer Partnerschule in Griechenland. Ursprünglich sollte das Projekt im letzten Schuljahr durchgeführt werden, was aber pandemiebedingt nicht möglich war. Entgegen der ursprünglichen Planung mussten die Lehrer*innen somit neu planen und terminieren. Die involvierten Lehrer*innen haben sich online kennengelernt und eine neue Planung entworfen. Die unterschiedlichen Aufgabenbereiche wurden intern aufgeteilt, sodass die jeweiligen Lerninhalte von einer Fachlehrkraft vermittelt werden. Nach der ersten Online-Besprechung wurden alle Schüler*innen angemeldet und haben nun die Möglichkeit, aktiv teilzunehmen.

Die Schüler*innen, die an dem Projekt teilnehmen, besuchen die Klasse AV01P. Das Cuno-Berufskolleg II hat mehrere Klassen in der Ausbildungsvorbereitung, deren Ziel der Hauptschulabschluss nach Klasse 9 ist. Die Klasse AV01P ist eine Ausbildungsvorbereitungsklasse in Vollzeit, die für Schüler*innen gedacht ist, die einen besonderen Bedarf an Deutschförderung haben, da sie nicht in Deutschland geboren wurden, ggf. kürzlich erst zugezogen oder aus ihrem Heimatland geflüchtet sind.

Schüler*innen der AV01P des Cuno-Berufskollegs II und des griechischen Gymnasiums 1o Γυμνάσιο Βούλας (1st Junior High School - Voula) arbeiten zusammen und reflektieren Unterschiede, die zu rassistischem Verhalten führen. Die Gefühle der Opfer des Alltagsrassismus werden definiert. Des Weiteren vergleichen die Schüler*innen die Bildungssysteme der zwei Länder, unter anderem auch bezüglich der Inklusion der Schüler*innen, die ‚anders‘ sind. Die Vielfalt und Heterogenität der Schülerin / des Schülers wird betrachtet. Sind die Rahmenbedingungen flexibel gestaltet, um jeder Schülerin / jedem Schüler die Teilhabe zu ermöglichen? Nach der Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus entwerfen sie ein internationales Lied gegen Rassismus, das alle Muttersprachen der zusammenarbeitenden Schüler*innen beinhaltet. Das Projekt soll die Toleranz gegenüber der anderen Mitschülerin / dem anderen Mitschüler stärken und die Medienkompetenz der Teilnehmenden erweitern. Zum Abschluss findet ein Besuch der Partnerschule statt.

Die Schwerpunkte des Projektes:

Unterschiede kennenlernen und Vergleiche ziehen: Vermittlung der deutschen Sprache, mögliche Abschlüsse, medialer Einsatz im Unterricht, neue Technologien, Stärkung und Erweiterung der Medienkompetenz, Sprachprüfungen etc.   Wir vergleichen das deutsche Schulsystem mit dem Schulsystem der Schule in Griechenland.  Wie findet die Integration in Deutschland und in Griechenland statt?  Wie geht man mit Rassismus um? Indikatoren für eine gelungene Inklusion und Integration. 

Der Arbeitsprozess:

Die Schüler*innen lernen sich durch Steckbriefe und Avatare kennen. Sie bereiten ein Logo im Rahmen eines Wettbewerbes vor. Nach den Herbstferien treffen sich alle Teilnehmer*innen online und präsentieren ihre Steckbriefe. Danach erstellt jede Schule eine Präsentation zum Thema: „Unser Schulsystem“. Anfang Dezember basteln die Schüler*innen Weihnachtskarten, um sie der Partnerschule zu senden. Nach Weihnachten findet die Bildung von gemischten Gruppen statt. Schüler*innen aus Deutschland arbeiten in einer Gruppe mit Schüler*innen aus Griechenland zusammen. Bis Ende Februar bearbeitet jede Gruppe einen Aspekt des Themas: „Unser gemeinsamer Feind Corona“ (Schule, Medien, Freizeit, Gefühle, Ernährung) und erstellt ein Wakelet. In dieser digitalen Sammelmappe werden alle Ergebnisse gesammelt. Zu Ostern erstellen die Schüler*innen elektronische Postkarten und berichten über Osterbräuche und besondere religiöse Feste. Bis Ende April beschäftigen sich die Schüler*innen in Gruppen mit dem Thema ‚Rassismus‘ und den Aspekten: Aussehen, Herkunft, sozialer Status und schulische Leistungen. Die Schüler*innen entwerfen ein antirassistisches internationales Lied und ein Video wird dazu gedreht. Das Songwriting und die Videoaufnahmen werden in Kooperation mit der Caritas und dem Kultopia durchgeführt. Am Ende wird das gesamte Projekt evaluiert und Optimierungsvorschläge konkretisiert.

Aktueller Stand:

Nach den Herbstferien treffen sich alle Teilnehmer*innen über eTwinning online. Die Schüler*innen des Cuno-Berufskolleg II haben die Steckbriefe und die Logos erstellt. Die Logoauswertung fand anhand eines Kriterienkataloges statt, den die Schüler*innen im Unterricht erstellt haben. Die Lehrkräfte haben die ersten Ergebnisse hochgeladen. Der Arbeitsauftrag für die Schüler*innen des Cuno-Berufskollegs II lautet: Wir senden Grüße und stellen uns vor! Alle Schüler*innen senden Grüße an die Schüler*innen unserer Partnerschule und bereiten sich auf das erste Onlinetreffen vor.

Alle Teilnehmer*innen sind motiviert und freuen sich sehr auf eine gelungene Zusammenarbeit mit unserer neuen Partnerschule in Griechenland.

Vassiliki Kasdanastassi

12.03.2021 Digital statt vor Ort: Virtueller Besuch bei der EU-Kommission in Brüssel

Am 12. März 2021 haben Studierende der FV02 die EU-Kommission in Brüssel digital besucht. Sie erhielten dabei die Möglichkeit, auf lebhafte Art und Weise einen Einblick über die Gesetzgebungsprozesse in der EU zu erhalten und mit EU-Mitarbeiter*innen ins Gespräch zu kommen.

Der Besuch der Europäischen Kommission in Brüssel gehört zu den Highlights im Politik-Unterricht. Da pandemiebedingt leider kein Besuch vor Ort möglich war, organisierte die Lehrkraft zusammen mit Frau Lobergh (Europe Direct Aachen) einen digitalen Besuch.

Zu Beginn der Online-Veranstaltung begrüßte Frau Terhechte (Mitarbeiterin bei der Europäischen Kommission) die Studierenden der FV19 und gab eine kurze Einführung in die Programmtechnik. Nach der Begrüßung konnten die Studierenden mittels eines Quiz ihren Kenntnisstand rund um das Thema Europäische Union live testen. Anschließend sammelten sie in einer Wortwolke Begriffe, die sie mit der Europäischen Union verbinden. Vielfalt, Zusammenhalt und Freiheit waren einige der Schlagwörter, die die Studierende in die Wortwolke eingetragen haben. Im Anschluss daran erhielten die Studierenden eine Einführung in die grundsätzliche Funktionsweise der EU. Anhand eines aktuellen Gesetzgebungsprozesses zeigte dabei Frau Neumann von der Generaldirektion Kommunikation, wie ein Gesetzgebungsprozess abläuft und welche Rollen dabei die einzelnen Institutionen spielen. Nach einer kurzen Kaffeepause stellte Herr Ranner die europäische Agrarpolitik vor. Sein Schwerpunkt lag dabei in den europäischen „Green Deals“. Schon während des Vortrags stellten die Studierenden kritische Zwischenfragen zur Bio-Landwirtschaft und zur Flächennutzung, sodass sich eine lebhafte Diskussion entwickelte.

Der virtuelle Besuch war sowohl für die Studierenden als auch für die Lehrkraft eine willkommene Abwechslung im Distanzunterricht.

Einen herzlichen Dank an Frau Terhechte und Frau Lobergh für die tolle Organisation.

siehe auch: Virtueller Besuch bei der EU-Kommission mit Hagener Berufskolleg (europedirect-aachen.de)

24.11.2020 Online-Seminar zum Thema Brexit

12.07.2018 Erstes eTwinning-Projekt erfolgreich beendet

„Vocational Education and Training Systems in Europe: A comparison of Germany´s dual vocational training system with other European voctional training systems“ lautete der Titel des ersten eTwinning-Projektes an unserem Berufskolleg, welches gemeinsam mit Projektpartnern aus Frankreich, Rumänien und Italien erfolgreich durchgeführt wurde.

Im Projekt haben sich die Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik im Rahmen der Lernsituation

„Wir stellen unser Ausbildungssystem vor“ mit den Ausbildungssystemen in Europa beschäftigt.

Wie sieht die Ausbildung zum/r Verfahrensmechaniker/in in den anderen europäischen Ländern aus? Gibt es eine Gesellenprüfung? Mit diesen und anderen Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler während des Projektes auseinandergesetzt. Gemeinsame Projekt-Sprache war dabei Englisch.

Dazu haben die Schüler/innen einen Kurzfilm über das Ausbildungssystem in Deutschland gedreht. Zwei Auszubildende, Nora und Dervis, übernahmen dabei die Rolle der Moderatoren. Sie stellten auf Englisch ihre Schule und ihren Ausbildungsberuf vor, führten ein Interview mit ihren Mitschüler und fassten die Stärken und Schwächen des Ausbildungssystems in Deutschland am Ende des Films zusammen.

Durch dieses eTwinning-Projekt haben die Schülerinnen und Schüler ihre Englischkenntnisse aufgefrischt, Einblicke in andere Ausbildungssysteme und Kulturen bekommen sowie ihre Medienkompetenz erweitert.

 

01.03.2018 Der Gedanke der Europaschule lebt!
Klasse 13 der Gymnasialen Oberstufe zu Besuch im EU-Parlament

Am 1. März waren 14 Schülerinnen und Schüler auf Einladung von Frau Sommer, Abgeordnete im Europäischen Parlament, zu einem eintägigen Informationsbesuch in Brüssel.

Die Schüler der Klasse 13 des Beruflichen Gymnasiums bekamen einen guten Einblick in dei Arbeitsweise des Parlamentes und aktuelle europäische Fragen. Auch ein Aufenthalt in der Innenstadt war Bestandteil der Fahrt. Begleitet wurde die Gruppe von ihren Lehrern Christian Kelch und Stefan Stegbauer. Organisiert wurde diese nun schon traditionelle Fahrt in Kooperation mit Frau Sabine Krink, Europabeauftragte der Stadt Hagen.

Bilingualer Unterricht in der Zahntechnik

Der Ausbildungsberuf Zahntechnikerin/Zahntechniker ist anspruchsvoll, doch einige Schülerinnen und Schüler möchten sich neben der beruflichen Ausbildung noch weiter qualifizieren und die Fachhochschulreife erwerben. Dazu gehört natürlich auch Unterricht im Fach „Englisch“. Das Besondere in dieser Klasse ist, dass der Englischunterricht in der Unterstufe bilingual erteilt wird.

Beim sogenannten „Content and Language Integrated Learning“, kurz CLIL, erwirbt man Kenntnisse im Ausbildungsberuf durch das Medium der englischen Sprache, z. B. das Anfertigen einer Gipsabformung oder die Herstellung einer totalen Prothese. Gleichzeitig erlernen die Schülerinnen und Schüler die Fremdsprache so, dass sie in beruflichen Zusammenhängen bis hin zum Studium adressaten- und situationsgerecht angewendet werden kann – eine Grundlage, um in der globaler werdenden Welt berufliche Chancen nutzen zu können.

Exkursionen zu Institutionen der EU

Europa ist allgegenwärtig: in den Medien mit der Berichterstattung über aktuelle Ereignisse ebenso wie im Alltag der Menschen und damit auch der Schülerinnen und Schüler.

Es ist daher folgerichtig, dass für das Fach „Gesellschaftslehre mit Geschichte“ im Bildungsgang „Berufliches Gymnasium“ das Thema „Europäische Integration“ in der Jahrgangsstufe 13 vorgesehen ist.

Eine Exkursion nach Brüssel als „Hauptstadt Europas“ ist hier ein sinnvolles Element der Vertiefung. Der Besuch einiger EU-Institutionen sowie ein Gespräch mit einem EU-Parlamentarier vor Ort lassen das Thema für die Schülerinnen und Schüler anschaulicher werden. Daher streben wir an, die Exkursion nach Brüssel als regelmäßiges Element des Unterrichtes in der Stufe 13 vorzusehen.

 

24.02.2016 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Brüssel

Wir trafen uns um 6 Uhr in Hagen und kurz darauf war auch schon die Abfahrt. Wir fuhren aufgrund von Stau und dem allgemeinen belgischen Straßenchaos 4-5 Stunden.

Als wir ankamen, wurden wir zunächst von einem Eingang zum anderen geschickt, da es dort erst seit kurzem diesbezüglich eine neue Regelung gab. Vor dem richtigen Eingang warteten wir auf eine der Assistentinnen von Birgit Sippel, eine deutsche sozialdemokratische Politikerin, die Mitglied des Europäischen Parlaments ist.

Ihre Assistentin führte uns im Parlament kurz herum und zeigte uns den Plenarsaal, in dem wichtige Sitzungen stattfinden. Außerdem erklärte sie uns den Ablauf, dass es z.B. jedes Mal mehrere Dolmetscher gibt, die das Gesagte in die jeweiligen Sprachen übersetzen, da die meisten in ihrer Muttersprache sprechen, weil sie sich so am Sichersten fühlen.

Sie erläuterte uns auch den Aufbau, dass vorne z.B. Herr Schulz, der Präsident des Europäischen Parlaments sitzt und auf den Stühlen davor die jeweiligen Parteimitglieder ihre festgelegten Sitze haben.

Nach dieser kurzen Einführung konnten wir Frau Sippel in einem anderen Raum begrüßen und ihr Fragen stellen zu Diskussionen, die im EU-Parlament stattfinden oder zu Beschlüssen, die in der Beratung oder in Vorbereitung sind. Hierbei bezogen sich unsere Fragen hauptsächlich auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik, wie zum Beispiel was sie für eine bessere Verteilung und ein schnellere Asylverfahren unternehmen wollen oder was man gegen Länder unternehmen kann, die sich quer stellen.

Nach dieser interessanten Diskussion gingen wir ins Parlamentarium, in dem man noch viel Allgemeines zu Europa (zum EU-Parlament, der EU-Kommission, dem Europäischer Rat, dem Rat der Europäischen Union und dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH)) erfuhr und noch viele andere wichtige europäische Daten näher erklärt bekam.

Daraufhin hatten wir noch einen einstündigen Aufenthalt in Brüssel und begaben uns danach auf den Heimweg.

Nathalie Große, GO13B (Text); Justin Ziegler, GO13B (Fotos)